Die Esche

Die Esche

Nach dem Druidenkalender Baum des Monats vom 18. Februar bis 17. März

DIE ESCHE WIRD HÄUFIG VOM BLITZ GETROFFEN,

zweifellos aufgrund ihrer sehr tiefen Wurzel. Als Baum des Feuers symbolisiert er den magischen Blitz, den Erwecker.

Beschreibung

Die Esche (Fraxinus excelsior) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse und ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt an feuchten, kühlen Standorten wie Bachufern und erreicht bis zu 40 Meter Höhe. Charakteristisch sind ihre schwarzen Knospen, gefiederten Blätter, geflügelten Samen („Vogelzungen“) und ihr tiefes, weitreichendes Wurzelsystem, das Böschungen stabilisiert. Obwohl sie meist 120–150 Jahre alt wird, galten alte Eschen als besonders ehrwürdig.

Mythologie und Symbolik

In der keltischen und nordischen Tradition ist die Esche ein heiliger Weltenbaum und Symbol für Stärke, Gleichgewicht und die Verbindung zwischen Unterwelt, Erde und Himmel. Im keltischen Kalender steht sie für den Zeitraum vom 18. Februar bis 17. März. Bei den Germanen verkörpert sie als Yggdrasil den Kosmos, im nordischen Kult war sie dem Gott Odin geweiht. In der griechischen Mythologie ist sie mit Poseidon verbunden; die Meliai waren Eschen-Nymphen. Die Esche galt als Schutzbaum gegen Schlangen, Flüche und Verrat und wurde für Druidenzauberstäbe sowie magische Rituale verwendet.

Aus der keltischen Tradition

Wie die Eiche ist auch die Esche ein Symbol der Stärke. Sie ist der Weltenbaum; sie symbolisiert die Vereinigung aller Völker, die Abfolge der Generationen und den Kreislauf der Jahreszeiten. Sie ist vielen Kulturen heilig; sie ist die Hüterin des Lebens. Sie repräsentiert die Verbindung zwischen der inneren und der äußeren Welt und vereint gegensätzliche Kräfte. Sie symbolisiert Gleichgewicht, Mikrokosmos und Makrokosmos, Leben und Tod. Alle Welten existieren nebeneinander und entwickeln sich in der Esche. Ihre Wurzeln reichen tief in die Unterwelt, während sie ihre Krone im Gewölbe des Kosmos trägt. Es repräsentiert die beiden Arten, die über Regenbögen schreiten, um den Saft und den Schatten der Esche zu tragen. Einst war die Majestät der Esche berühmt, ihr Schutz wurde erbeten, und die Blüte ihrer Blätter galt als Zeichen von Gunst. Sie hatte den Ruf, Weisheit und Glück zu bringen.

Die Zauberstäbe der Druiden wurden oft aus Eschenholz gefertigt, da es die Fantasie anregt und jene stärkt, die mit ihm in Berührung kommen. Bei Ausgrabungen wurde ein spiralförmiger, geschnitzter Druidenzauberstab aus Esche entdeckt.

Anekdoten:

Die Esche wird auch Große Esche oder Hohe Esche genannt. Europäisches Chinin, Vogelzunge, Baum der Hundertjährigen.

Manchmal wird sie „Speerbaum“ genannt, weil die Speere der Soldaten aus Esche gefertigt wurden, „Blitzbaum“, weil sie Blitze anzieht, oder einfach „Heckenbaum“, weil sie häufig für Hecken verwendet wurde.

„Beobachte das Wachstum der Bäume genau. Wenn die Eiche vor der Esche grün ist, bleibt es bis zum Herbst trocken. Wenn die Esche vor der Eiche grün ist, wird der ganze Sommer nass sein.“

In der Antike wurden Eschen in der Nähe befestigter Burgen gepflanzt, da man aus ihrem Holz Speerschäfte herstellte. Sie wurde auch Wurfspeerbaum genannt. In der indischen Genesis schoss der Schöpfungsgott einen Pfeil in die Esche, und aus dem Blut, das floss, wurde der Mensch geboren.

Der skandinavische Kult weihte diesen Baum Odin (dem Himmelskönig) und schrieb ihm magische Kräfte zu. Die germanischen Völker nannten ihn Yggdrasil, den Weltenbaum, der den Kosmos oder das Universum repräsentiert.

In der griechischen Mythologie waren die Meliae die Nymphen der Eschen.

Beim Färben mit Pflanzen werden die Blätter und die Rinde der Esche verwendet. Sie werden im Frühjahr geerntet und enthalten Farbstoffe, die eine gelbe Farbe mit einem leichten Braunstich erzeugen.

Glaube

Lange Zeit glaubte man, die Esche schütze vor Schlangenbissen und ihr Saft oder das auf die Haut geriebene Holz könne Schlangenbisse heilen. Einer Legende zufolge würde eine Schlange, wenn sie die Wahl hätte, durch die Zweige einer Esche oder durch die Flammen eines Feuers zu kriechen, das Feuer wählen. Eine andere Version besagt, dass das Wort „Schlange“ symbolisch für „Zauber, Flüche“ steht und der Baum somit ein Schutz vor bösen Zaubern sei. Es sei denn, es geht um Klatsch und Tratsch. Die Esche soll vor unbedachten Worten schützen. Die Anwesenheit der Esche auf einem Wappen symbolisiert den Schutz vor Hinterhalten. Tatsächlich kann sich die Schlange, Symbol des Verrats, ihr nicht nähern.

Um eine Angelegenheit zu regeln, benötigt man lediglich einen kleinen, blattlosen Eschenstab, damit sich die Dinge zu unseren Gunsten entwickeln. Wenn ein Kind krank ist oder einen Leistenbruch hat, muss es vor Sonnenaufgang dreimal längs durch eine gespaltene Esche geführt werden. Die Esche galt als Helferin der Hilflosen: „Wer nicht kann, muss mit der Esche sprechen.“ Der Zauberbesen, ein traditionelles Werkzeug von Hexen oder besser gesagt, Zauberinnen, dient der Reinigung von Energien. Er besteht aus einem Eschenstiel und Birkenzweigen, die mit Weidenzweigen zusammengebunden sind. Dieser Besen schützt vor schwarzer Magie und wird zur Reinigung von Häusern oder heiligen Zeremonienstätten verwendet. Es gibt unzählige Legenden über Hexen, die auf Eschenbesen durch die Luft fliegen.

Gartenbau und Umwelt

Dank ihres ausgedehnten und dichten Wurzelsystems trägt die Esche zur Stabilisierung von Hängen bei, die durch Erdrutsche und Flussufer gefährdet sind.

Auf Bauernhöfen wurde das Laub als Heu an Tiere verfüttert.

Die Asche von brennenden Eschen ist besonders reich an Kalium und eignet sich, im Garten verteilt, hervorragend als Dünger.

Ihr hartes, elastisches und splitterfreies Holz wurde seit der Antike für Speere, Werkzeuge, Wagenbau und heute für Innenausbau genutzt. Es eignet sich auch gut als Brennholz. Blätter, Rinde und Früchte fanden Verwendung zum Färben, Gerben und sogar in der Küche (z. B. als eingelegte „Kapern“ oder Getränk „Frênette“).

Die Esche und die Kraft des Wassers

Im Baumkalender repräsentiert die Esche die Zeit, die den Frühling ankündigt, wenn Stürme und Starkregen Überschwemmungen verursachen können. Ihre Rolle bestand darin, Regen zu bringen, um die noch ruhende Vegetation zu erwecken und ihre Lebenskraft wiederzubeleben. Sie ist ein Symbol für die Kraft des Meeres und des Wassers. Die Esche symbolisiert die Kraft des Wassers, Fruchtbarkeit und Fortpflanzung.

In der griechischen Mythologie ist die Esche der Baum des Poseidon, des Meeresgottes. Seeleute flochten Kreuze aus Eschenzweigen, um sich vor Schiffbrüchen zu schützen. Sie spielt häufig eine Rolle in Ritualen, die mit dem Meer in Verbindung stehen. Die Waliser und Iren verehrten sie und nutzten sie als Talisman gegen Ertrinken sowie zur Herstellung von Rudern und Kielen ihrer Boote.

Küche

In der Küche können junge Eschenblätter in Salaten verwendet werden. Aus ihren Früchten lässt sich Öl gewinnen. Die noch grünen Früchte werden in zwei aufeinanderfolgenden Wasserwechseln gekocht, um die Bitterstoffe zu entfernen. Anschließend können sie in Essig eingelegt und wie Kapern oder Gewürzgurken verwendet werden. Der Saft kann pur oder gemischt mit Birken- oder Ahornsaft getrunken werden. Ein traditionelles Getränk, Frênette, wird aus Blättern zubereitet, die genau dann gepflückt werden, wenn sie von einem klebrigen Saft überzogen sind. Die jungen Triebe und Knospen sind sehr reich an Vitamin C. Die Rinde, die in bestimmten Formen essbar ist, ist reich an Flavonoiden.

Heilkunde

Die Esche gilt als „Baum der Hundertjährigen“. Blätter und Knospen wirken harntreibend, entgiftend und entzündungshemmend. Eingesetzt werden sie traditionell bei Rheuma, Gicht, Nierenleiden und zur Unterstützung der Gelenkbeweglichkeit. In der Gemmotherapie helfen Knospenmazerate beim Ausleiten von Harnsäure. Äußerlich dient ein Aufguss zur Wundreinigung oder bei Hautproblemen.

Achtung: Eschenpollen können jedoch Allergien auslösen.

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Bedeutung

Als Symbol für Wasser, Fruchtbarkeit und Erneuerung steht die Esche für innere Stärke, geistige Klarheit und die Überwindung von Hindernissen. Sie verbindet Gegensätze – Licht und Dunkelheit, Leben und Tod – und verkörpert das Gleichgewicht der Welten.

Bildquelle: Pixabay

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