Was ist eine Mittelohrentzündung (Otitis media)?

Bei einer Mittelohrentzündung entzündet sich die Schleimhaut im Mittelohr, manchmal  als Folge einer Erkältung oder einer Infektion mit Viren, Bakterien oder Pilzen im Nasen‑Rachen‑Raum. Kinder sind besonders betroffen, weil die Ohrtrompete kürzer und weiter ist als bei Erwachsenen, wodurch Erreger leichter ins Mittelohr gelangen können. Bei Erwachsenen kommen allerdings zunehmend die zahlreichen Telefonate mit dem Mobiltelefon aufgrund der elektromagnetischen Strahlung direkt am Ohr als Ursache infrage.

Typische Symptome

Zu den häufigsten Symptomen gehören starke, plötzlich auftretende Ohrenschmerzen, Druckgefühl, vermindertes Hörvermögen und manchmal Fieber. Bei Säuglingen äußert sich die Erkrankung oft durch Unruhe, vermehrtes Weinen oder Ziehen am Ohr.

Behandlung und medizinische Optionen

Viele akute Mittelohrentzündungen klingen ohne spezielle Therapie ab; Schmerzmittel und abschwellende Maßnahmen helfen oft symptomatisch.

Hausmittel und Selbsthilfe zu Hause

Wärme, Ruhe und schmerzlindernde Medikamente (fragen Sie Ihre HP Brigitte Dönges 😊) können Erleichterung bringen. Abschwellende Nasentropfen können die Belüftung der Ohrtrompete verbessern. Bitte führen Sie keine Wattestäbchen ins Ohr ein. Bitte achten Sie bei Säuglingen auf Trinkverhalten und Fieber. Lassen Sie uns bei Verschlechterung miteinander reden.

Wann dringend zum Arzt?

Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe bei starken, anhaltenden Schmerzen, hohem Fieber, eitrigem Ohrenausfluss, Bewusstseinsveränderungen oder wenn Säuglinge betroffen sind. Auch wenn Symptome nach 48–72 Stunden nicht besser werden, ist eine medizinische Kontrolle sinnvoll, um Komplikationen auszuschließen.

Vorbeugung und langfristige Hinweise

Vorbeugend helfen Rauchvermeidung in der Umgebung von Kindern, gute Händehygiene und das Stillen in den ersten Lebensmonaten. Bei wiederkehrenden Mittelohrentzündungen kann eine HNO‑Fachärztin oder ein Facharzt weitere Maßnahmen wie das Einsetzen von Paukenröhrchen erwägen.

Risiken und Komplikationen mit Handlungsempfehlungen

Komplikationen sind selten, können aber Hörminderung, Trommelfellperforation oder Ausbreitung der Entzündung umfassen. Wenn Sie Anzeichen einer Verschlechterung bemerken, notieren Sie Beginn und Verlauf der Symptome, geben Sie diese Informationen beim Arzt- oder Heilpraktikerbesuch an und folgen Sie den empfohlenen Kontrollterminen.

Bild: Privat

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